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Energiepark Druiberg

Dardesheim: Stadt der Erneuerbaren Energien

Gesamtziel des Stadtrats: Sämtliche in der 970-Einwohner-Stadt Dardesheim im Landkreis Harz verbrauchte Energien (Elektrizität, Wärme und Verkehr) werden aus regionalen, erneuerbaren Energien (Windkraft, Biomasse und Solarenergie) produziert und verbraucht. Bisher (Stand September 2007) wurde folgender Realisierungsstand erreicht:

Realisierungsstand:
  • 4 Pionier - WKA (1 x 80 und 3 x 250 kW Lagerwey-Zweiflügler) erzeugen seit 1994/95 eine jährliche Strommenge in der Größenordnung des Haushaltsstrom der Stadt von etwa 1 Mio kWh
  • Windpark mit 62 MW (28 x E-70 mit 56 MW, 1 x E-112 mit 6 MW erzeugen seit September 06 etwa das 40-fache des gesamten jährlichen Stromverbrauchs der Stadt Dardesheim (in 2007 rund 135 Mio. kWh); weitere WKA mit 20 MW sind genehmigt
  • 9 Photovoltaik-Anlagen u.a. des Windparks erzeugen seit 2005 etwa ein Drittel des Dardesheimer Haushaltsstroms, viele private Sonnenkollektoren und Holzvergaserkessel erwärmen Brauch- und Heizwasser
  • 2 Diesel-PKW des Energieparks wurden von 2 lokalen Tankstellen/KFZ-Mechanikunternehmen auf Betrieb mit heimischen Pflanzenöl umgerüstet und fahren damit seit mehreren Jahren ohne technische Probleme
  • Ein weiterer Dienstwagen des Energieparks (Trabant) wurde auf Elektrobetrieb umgerüstet und fährt ausschließlich mit Wind- und Solarstrom; ab Januar 2008 kam ein Elektro-Golf hinzu, den Bürger zum Probe fahren und für Testberichte ausleihen können, um die Dardesheim für Elektro-PKW zu "erwärmen" . . .
  • Der Dardesheimer ENERCON-Service-Stützpunkt arbeitet mit 8 Mitarbeitern, das Rohrsheimer Service-Unternehmen Kokot (Service für ältere Zweiflügler) mit 3 Leuten, der Windpark Druiberg mit 3 Beschäftigten, also insgesamt 15 lokale "Windjobs"
  • Umbau der 7 ha großen ehemaligen sowjetischen Radarstation im Windpark zum "Informations- und Erlebnispark für Erneuerbare Energien" mit in den letzten beiden Jahren etwa je 60-80 ABM-Kräften
  • Bevölkerung, Stadtrat und Landkreis verfolgen die Dardesheimer Energieprojekte seit 10 Jahren mit großer öffentlicher Zustimmung begleitet durch das zweimonatlich in allen Haushalten auch der umliegenden Gemeinden erscheinende "Dardesheimer Windblatt"
  • Regelmäßige Führungen für Bundes- und Landespolitik, Fachtouristen, Schulen, Kindergärten, lokale Vereine und Bürger sowie Bau einer WKA mit Besucherplattform geplant in 2009/2010
  • jährliche Auslobung eines mit 5.000 Euro dotierten Umweltschutzpreises gemeinsam mit der Samtgemeinde Aue-Fallstein unter der Schirmherrschaft von MdB Dr. Hermann Scheer und Fernsehjournalist Dr. Franz Alt für regenerative/ökologische Projekte von Bürgern und Institutionen aus den Gemeinden rund um den Druiberg mehr...
  • Durchführung einer Machbarkeitsstudie "Dardesheim CO2 - frei" mit der TU Braunschweig für eine ausschließlich regenerative Beheizung aller Dardesheimer Wärmeverbraucher mit heimischer Biomasse und Solarenergie und Vorplanung des Projektes
  • Im Herbst 2006 und Februar 2008 erste Treffen regionaler EEG-Einspeiser zum Zwecke zuküntiger Netz-Kooperation und zur Planung eines regenerativen Kombikraftwerkes Harz (RKWH)
  • Ab 2009 Regelung des mit 82 MW genehmigten Windpark Druiberg mit dem 80 MW Vattenfall-Pumpspeicher im 30 km benachbarten Wendefurth auf Basis einer 2007/2008 durchgeführten Studie des ISET/Universität Kassel
  • Seit Herbst 2007 Aufbau eines Konsortiums zur Planung der "regenerativen Modellregion Harz" mit den Netzbetreibern Vattenfall, E.ON Avacon, EnviaM,HSN, den vier regionalen Stadtwerken Halberstadt, Wernigerode, Quedlinburg und Blankenburg, den Hochschulen Magdeburg und Kassel, dem Magdeburger Fraunhofer Institut IFF, Landkreis Harz, Siemens AG,in.power GmbH, Cube Engineering, Krebs & Aulich und Energiepark Druiberg und Teilnahme an der E-Energy-Ausschreibung von BMWi und BMU als einer von sechs Gewinnern unter bundesweit 28 teilnehmenden Modellregionen (Gewinnübergabe auf der CeBIT in Hannover am 04.03.2008).
  • Eröffnung der 1. regenerativen Stromtankstelle des Landes Sachsen-Anhalt am 29. Juni 2008 durch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und Landeswirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff
  • Anfang November 2008 Firmeneröffnung RegenerativKraftwerke Harz (RKWH) im Dardesheimer Stadtzentrum

Weitere Firmenziele:

    Erhöhung der regionalen Wertschöpfung, Schaffung weiterer regionaler Arbeitsplätze, Beteiligung weiterer interessierter regionaler EEG-Einspeiser und variabilisierungsbereiter Verbraucher als Kommanditisten; Angebot unbegrenzter finanzieller Beteiligung ausschließlich für Bürger der umliegenden Gemeinden; Stärkung vorhandener Sozialstrukturen z.B. durch Sponsoring und Kooperation mit den regionalen Vereinen, Förderung des Besuchertourismus, Kooperation mit den benachbarten Gaststätten und Hotels, Jugendförderung im Rahmen des jährlichen Dardesheimer Open-Air-Festivals "Rock-im-Mai" usw.

Stand: 16. Oktober 2008

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